Über mich

Für Eilige

  • Mutter zweier Kinder
  • Großmutter
  • Lehrerin, Beratungslehrerin, Konrektorin, Rektorin im Ruhestand
  • Systemischer Personal Coach (Ausbildung an der Coaching Akademie Berlin)

Darüber hinausgehende Ressourcen sind jahrzehntelange Erfahrung in

  • Beratung bei privaten Themen
  • Aufstellungen von Familien und Systemen
  • Kinesiologie
  • Meditation

Darf es ein bisschen mehr sein?

Ich bin Jahrgang 1952 und seit April 2018 im Ruhestand. Zuvor war ich viele Jahre als Lehrerin, Beratungslehrerin, Konrektorin und Schulleiterin im Schuldienst tätig.

Meine beiden Kinder sind erwachsen und erfolgreich, in dem, was sie tun. Zur Familie gehört seit 2017 eine Enkeltochter, die mir viel Freude bereitet.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit als Coach liegt im Bereich Schule. Ich kenne das System aus allen Perspektiven, war selbst Schülerin, Lehrerin, Mutter zweier schulpflichtiger Kinder, Konrektorin und Schulleiterin. Daher weiß ich um die Herausforderungen, die das System an die Beteiligten stellt.

Zwei tiefgehende, mich an meine Grenzen bringende Situationen aus dieser Zeit, haben mich geprägt.

Als Lehrerin fühlte ich mich geehrt, als mich der Schulleiter zu einem Gespräch über die frei gewordene Konrektoren-Stelle einlud und mir mitteilte, dass er mich gerne auf diesem Posten hätte. Das Potential sei da und unsere Zusammenarbeit in den Jahren zuvor war angenehm.

Die Revision sowie die dazu gehörige Qualifizierungsmaßnahme für neue Schulleitungsmitglieder waren für mich kein Problem. Ich liebe Herausforderungen und ging engagiert in die neue Position. Die Klippe, vom Kollegium nun als Schulleitungsmitglied anerkannt zu werden, konnte ich durch Diplomatie und fachliche Kompetenz umschiffen.

Das Problem lag in der Zusammenarbeit der Schulleitung, insbesondere mit dem Schulleiter. Er war mit mir nicht zufrieden. Nach und nach begriff ich, warum meine Vorgängerin den Platz Hals über Kopf geräumt hatte. Egal, wie ich es machte, es war nicht richtig. Bei diesem Katz-und-Maus-Spiel konnte ich nicht gewinnen. Stets war ich die Maus und er der schlaue Kater.

Nach und nach geriet ich in den Zustand, der im Coaching Problemtrance genannt wird.

Meine Versuche, durch Gespräche mit der Personalrätin an unserer Schule und am Ende auch mit der Bezirksregierung, mein Anliegen zu klären, verliefen im Sande. Schließlich gab mein Körper mir die rote Karte. Schlafstörungen und all die anderen Symptome, die von psychischem Stress herrühren, verursachten eine längerfristige Krankschreibung – heute sage ich Gott-sei-Dank!

Ich haderte sehr mit mir. Es fühlte sich an wie eine Kapitulation. Und das mir, die ich mich als lebensfroh, humorvoll, aber auch als kompetent und leistungsstark beschreiben möchte.

Zurück auf Null.

Aus dem Schuldienst auszuscheiden, war keine Option. Ich war alleinerziehende Mutter zweier schulpflichtiger Kinder.

Nach einer Phase der totalen Verunsicherung suchte ich mir Unterstützung, sodass ich wieder klarer sehen und ins Handeln kommen konnte.

Ich stellte einen Versetzungsantrag und holte mir Hilfe bei der Hauptpersonalrätin. Es war dennoch ein zähes Ringen um eine Lösung. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich mich an einer anderen Schule als Konrektorin vorstellen konnte, verging noch einige Zeit.

An der neuen Schule habe ich viele Jahre mit Freude und erfolgreich gearbeitet. Unser Schulleitungsteam funktionierte gut. Jeder brachte seine speziellen Kompetenzen ein. Wir arbeiteten alle viel!

Die zweite, wirklich große Herausforderung in meinem Berufsleben kam auf mich zu, als der Schulleiter in Pension ging. Es war alles durchdacht und geplant. Aufgrund meines Alters wollte ich mich nicht auf seine Stelle bewerben. Als zwei Frauen ihren Hut in den Ring geworfen hatten, lehnte ich mich innerlich zurück, denn eine würde es schon werden.

Dann zog erst eine, kurz danach die zweite ihre Bewerbung zurück. Es war eine Woche vor den Sommerferien, als der Schulleiter mich zu einem Vier-Augen-Gespräch bat. Der Satz: „Eveline, du musst die Schule kommissarisch leiten“, traf mich wie der Blitz.

In dem Jahr hatte ich keine Sommerferien. Die Geschäftsbereiche waren aufgeteilt. Für eine Erkrankungsphase, also zwei bis drei Wochen, reichten meine Detailkenntnisse aus dem Schulleiter-Geschäftsbereich, aber die Leitung auf unbestimmte Zeit …, da stieg mein Adrenalinpegel doch gewaltig an.

Es half nichts. Ich holte mir Beratung von verschiedenen Stellen und bildete mit der zweiten Konrektorin ein enges Team.

Dennoch, die Arbeit von drei sehr engagierten Schulleitungsmitgliedern auf zwei Schultern verteilt, brachte mich an die Grenzen meines Leistungsvermögens, machte mich aber auch mutig, sodass ich des Öfteren unorthodoxe Lösungen verwirklichte, die sich als tragfähig erwiesen.

Was ich gelernt habe, ist, dass ein Perspektivwechsel gut tut, neue Räume öffnet und meinen Perfektionismus auf ein gesundes Maß reduziert hat. Daher danke ich dem Schicksal für diese Aufgabe.

Was ich abschließend sagen kann, ist, es war sicher nicht die schlechteste Phase, die diese Schule erlebt hat. Heute bin ich froh, dass ich mich als Schulleiterin beweisen konnte. Allerdings bin ich gerne auf die Position der 1. Konrektorin zurück gewechselt, als nach fast einem Jahr die Schulleiterstelle neu besetzt werden konnte.

Und auch diesmal klappte die Zusammenarbeit gut. Unser Team arbeitete nicht reibungslos, aber höchst effizient zusammen.

Das Wissen um die Vielschichtigkeit des Schulsystems ist die Grundlage meiner Arbeit. So viele Jahre Teil dieses Systems zu sein, hat mir, trotz aller Herausforderungen, immer Freude bereitet. Ja, ich bin morgens fröhlich zu meiner Arbeit gefahren. Das Bewusstsein, dass dies möglich ist, fließt in meine heutige Tätigkeit ein und bereichert sie.